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Was ist Kunsttherapie?

Das Malen, Zeichnen und Arbeiten mit Ton

Während des künstlerischen Arbeitens werden, z.B. mit Farben, Möglichkeiten und Wege angelegt oder angeregt, die unser Fühlen allmählich erweitern, festigen und vertiefen. Auf solche Weise gefertigte Studien sind nicht allein Ausdruck des momentanen Befindens, sondern im Laufe des Fortschreitens des begleiteten Arbeitsweges, zunehmend auch der Individualität des Schaffenden. Ein neuer Einklang von Leib, Seele und Geist sucht sich auf einer höheren Stufe heranzubilden.

Oftmals fühlt sich der Mensch wie „neben sich stehend“, sich selbst fremd, - insbesondere, wenn er erschöpft oder erkrankt ist.  Die Seele muss sich jedoch immer wieder von neuem ein eigenes „Zu Hause“ im Leib erbauen! Von einem stabilen inneren Zentrum aus möchte sie lebendig zwischen Innen und Außen schwingen. Erkrankungen können aber erheblich unser Selbstgefühl beeinträchtigen und das innere Gleichgewicht gefährden. Das Malen, bzw. aufbauende Handwerken mit Ton schafft einen ganz persönlichen Raum für „Sprache ohne Worte“. Für eine ganzheitliche Regeneration und Förderung einer stabilisierenden Entwicklung ist es bedeutend, dass unsere tastenden Äußerungen wesensgemäß verstanden und individuell gefördert werden.

Vorgehensweise

Im ersten Teil der Therapie werden in der Regel zunächst mehrere „freie“ Bilder gemalt, - Bilder in manchmal rascher Folge und meist ohne komplizierte technische Vorbereitungen oder Überlegungen. Von mir werden sinnvolle, d.h. auf die Person abgestimmte Themenbereiche angeboten, die aber freilassend sind.

Man muss also nicht „malen können“!

Ziel ist zunächst, dass ein Grundempfinden angesprochen wird, vielleicht auch „nur“ einmal das augenblickliche Lebensgefühl. Der begleitete Umgang mit Farben regt meist spontan das persönliche Fühlen an und belebt es. Es wirken in aller Regel schon wenige Stunden Maltherapie bereits deutlich erhellend, bzw. entlastend. Vielleicht ist dies einem tiefen „Ausatmen“ (von Schwerem oder Vergangenem) und zugleich erfrischendem „Einatmen“  (neuer Kräfte und Zukunftshoffnung) vergleichbar.

Im ersten Teil kommt es also darauf an,  dass man sich zunächst ein wenig ‚frei’ arbeitet und mehreres ausprobiert, so dass sich Altes,  Hinderliches oder Beschwerliches zu lösen beginnt.
Grundsätzlich male ich ebenfalls gern: meist arbeite ich parallel an einem ähnlichen ergänzenden, oder aber weiterführenden Thema. Ich handle generell mehr unterstützend und/oder eigentätig, als beobachtend.

Im zweiten Teil kristallisieren sich die Farben und Themenkomplexe, auf die es für den Einzelnen ankommt, deutlicher heraus; sie werden immer wieder im Zusammenhang des gesamten Bilderzyklus angeschaut und fortentwickelt. Eine Betrachtung von Kunstwerken anderer Maler kann das Gespräch zusätzlich beleben bzw. noch einmal zu anderen Impulsen führen.

In einer künstlerischen Therapie geht es grundsätzlich um eine behutsame Ansprache und individuelle Pflege unserer „Kraft der Mitte“. Insbesondere die Bewegungen des Verhältnisses von Licht und Finsternis legen neue Empfindungs- und Erkenntnismöglichkeiten frei. Hier liegt die eigentliche Quelle aller erholsamen und genesenden Wirkungen, die auch bis in unseren Leib hinunter zurückwirken. Die in solcher Weise gepflegten Schaffenskräfte sind wahre Regenerationskräfte. Eine künstlerische Therapie beugt Erkrankungen vor, lindert sie und ist eine wirksame Rehabilitationsmaßnahme. Sie ist ein erfahrungsreicher Weg zu sich selbst.

Wirksamer Einsatz bei vielen zeittypischen Erkrankungen wie:
Erschöpfung , Depressionen, Burnout, Schlafstörungen, Ernährungsstörungen, seelischen Belastungsstörungen, Verhaltensstörungen, Tinnitus,  Allergien, Neurodermitis, Asthma, Migräne, Fibromyalgie …

Abrechnung
Kunsttherapie kann als Kassenleistung ärztlich verordnet und abgerechnet werden.